Einfach Pech!

1 : 2 Heimniederlage gegen Bliesmengen

Schön, dass ich mal wieder von einem guten Spiel unserer ersten Mannschaft berichten kann, auch wenn letzten Endes das Ergebnis wieder eine Niederlage ausweist.

In der heutigen Begegnung gegen Bliemengen-Bolchen setzte die Mannschaft aber den Trend der letzten Wochen fort, und der geht spielerisch eindeutig nach oben. Bischmisheim ergreift nach dem Anpfiff sofort die Initiative und ist in der Anfangsphase die spielbestimmende Mannschaft. Aus einer sicheren Abwehr heraus, die den Gegenspielern zunächst keinen Raum lässt, um sich zu entfalten, werden durch ein bisher selten gesehenes Kombinationsspiel eigene Angriffe nach vorne getragen. Deswegen gehören auch die ersten Chancen B´heim. In der 9. Minute führen die Bemühungen auch schon zum Erfolg. Eine perfekte Flanke von der rechten Seite wird von T.Büchel, der sich höher schraubt als alle Gegenspieler, zur B´heimer Führung per Kopfball verwertet. Bliesmengen braucht bis zur 20. Minute, ehe es seine erste Torchance kreiert, doch L. Röder ist auf dem Posten. Dennoch wird Bliesmengen jetzt stärker und seine spielerische Überlegenheit macht sich immer mehr bemerkbar. Unsere Abwehr hält den Angriffen aber stand. Hier soll erwähnt werden, dass der blutjunge Jan Müller sich von Spiel zu Spiel im defensiven Mittelfeld steigert, offensichtlich Selbstvertrauen gewonnen hat und heute zum Ballklau wurde, der in einigen Situationen den Bliesmenger Stürmern den Ball mit seinen langen Haxen vom Fuß holt. In dieser Phase des Spiels, in der unsere Mannschaft vom Gegner in der eigenen Hälfte eingeschnürt wird, versuchen wir uns mit langen Bällen zu befreien. Die kommen aber postwendend zurück und sorgen für neue Gefahr. Doch etwa zehn Minuten vor der Halbzeit gelang es uns wieder, den Stil wie zu Beginn der Begegnung zu spielen, und es ergaben sich fast automatisch  neue Torchancen, keine  führte allerding zum Erfolg. Als Zwischenfazit konnte man in der Halbzeit zu Recht sagen, dass es wohl die beste erste Halbzeit seit dem Sieg in der Hinrunde gegen Quierschied war.

Die zweite Halbzeit steht zunächst ganz im Zeichen der Bliesmenger Bemühungen um den Ausgleich. Unsere Mannschaft hat erhebliche Schwierigkeiten, das Spiel mitzugestalten und muss den Gegnern in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit hauptsächlich hinterherlaufen. Wenn wir dann in Ballbesitz gekommen sind, verlieren wir ihn viel zu schnell. Lennart Röder fängt viele der hohen Flanken ab und macht für meine Begriffe sein bestes Spiel für den FV09.  Bis zur 60. Minute. Dann versucht er wieder, einen hohen Ball zu fangen, wird dabei leicht unterlaufen, ohne dass der Schiri reagiert und es steht 1 : 1. Noch vor fünf oder sechs Spieltagen hätte man jetzt davon ausgehen können, dass die Mannschaft sich weitere vier bis fünf Gegentore einfängt. Heute ( und bei den letzten Spielen auch schon ) reagiert sie nicht passiv und resigniert , sondern wütend und aggressiv und zeigt den Willen, weiter mitzuspielen. Allein Zinedin hat fünf Minuten vor Schluss zwei weitere Großchancen auf dem Fuß und vergibt. Allerdings hat er bereits in der zweiten Mannschaft gespielt und dort zwei Tore gemacht. Außerdem ist er auch erst 18, also keinerlei Vorwurf. Dann muss T. Büchel, der bis dahin ebenfalls sehr, sehr gut gespielt hat, nach einer heftigen Diskussion mit dem Schiri für zehn Minuten vom Platz. Aber auch diese Zeit übersteht die Mannschaft schadlos. In der letzten Minute der Nachspielzeit gibt es noch aus 20 Metern einen Freistoß für Bliesmengen. Der wird zunächst auch abgewehrt und wäre ins Aus getrudelt. Aber wieder T. Büchel hält den Ball im Spiel, in der Hoffnung, es ergibt sich noch eine Chance für uns. Das Gegenteil ist der Fall, Bliesmengen kommt zur allerletzten Chance des Spiels und verwandelt. Der Schiri pfeift danach überhaupt nicht mehr an.

Schade, Schade, Schade.

Fazit: Auch ein Sieg hätte nichts am Tabellenstand geändert. Man hat heute aber ein Team gesehen, das man als Mannschaft bezeichnen kann. Das zeigte sich auch darin, dass fast die komplette Mannschaft einschließlich Trainer und Betreuer sich beim Maibaumstellen bei der Feuerwehr einfanden. Beginnen sich die Spieler auch mit dem Ort und dem Verein zu identifizieren? Umgekehrt ist der Prozess allmählich auch in Schwung gekommen. Danke Fanclub.

G.Bohl

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