FV 09 gegen FV 09

Toller Fight unserer Mannschafft beim 3:3 in Schwalbach!

Fast genau ein halbes Jahr ist es her, seit unser FV 09 im letzten Spiel vor Corona beim FV 09 Schwalbach gewonnen hat, damit die rote Laterne der Saarlandliga abgegeben hat und deswegen auch in dieser Saison noch in der höchsten saarländischen Liga spielen kann.
Wie sich die Ereignisse gleichen! Ich habe damals meinen Bericht mit dem Opener eingeleitet, von zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten berichten müssen. Und das ist auch heute wieder der Fall.
An der Mannschaftsaufstellung hatte Stephan Otte wenig geändert. Nur der wieder genesene Christoph Fuhr war für Philipp Regitz ins Team gerückt. Bischmisheim bemühte sich um einen geordneten Spielaufbau aus der Abwehr heraus. Allerdings wussten sich gerade die jungen, noch unerfahrenen Spieler nach einer Reihe von Querpässen oft nicht anders zu helfen, als den Ball einfach nach Vorne zu schlagen. Der dann von der gegnerischen Abwehr abgefangen und postwendend zu Schwalbacher Kontern genutzt wurde.
Dennoch, die erste Chance des Spieles hatte B`heim. Einen steil gespielten Freistoß nimmt Eric Fuhr auf und schießt knapp am Tor vorbei. Jetzt ist Schwalbach an der Reihe. Erstmals muss Lennart Röder nach sieben Minuten eingreifen und kann knapp vor dem einschussbereiten Schwalbacher Stürmer klären.
Einige Minuten später hat er dann keine Chance. Schwalbach setzt seine stärkste Waffe ein, die uns während des Restes der Partie noch jede Menge Probleme bereitet. Der pfeilschnelle Rechtsaußen wird steil geschickt, ist von keinem unserer Abwehrspieler zu stoppen, passt scharf nach Innen, und der freistehende Mittelstürmer hat keine Mühe zum 1:0 einzuschießen.
Da hat die gesamte Abwehr Stellungsfehler gemacht. Bis zur 30. Minute hielt Schwalbach den Druck aufrecht und erst danach kamen wir durch einen Eckball zu etwas wie einer nächsten Chance.
Zusammengefasst hatte Schwalbach in Halbzeit eins mehr vom Spiel, gewann die zweiten Bälle häufiger, schaltete wesentlich besser von Abwehr auf Angriff um und erarbeitete sich die größere Zahl von Torchancen.

Im Bericht vom März habe ich die zweite Halbzeit mit der Frage eingeleitet, was Stephan Otte seinen Spielern wohl in den Halbzeittee getan habe, um die damalige Leistungssteigerung zu erklären. Genau diesen Satz könnte ich heute wieder schreiben, denn von der ersten Sekunde nach Wiederanpfiff an attackiert Bischmisheim. Es wird um jeden Ball gekämpft, im wahrsten Sinne des Wortes. Sinnbildlich dafür die 55. Minute: Yannick Atzhorn prallt mit seinem Gegenspieler bei einem Kopfball zusammen, verletzt sich und bleibt liegen. Jeder glaubte, er habe sich schwer verletzt und müsste sogar ins Krankenhaus. Nach einigen Behandlungsminuten läuft er mit einem dicken Kopfverband wieder auf und spielt weiter. Ich bin mir nicht mal sicher, ob er nicht doch noch mal geköpft hat. Jeder spürt, dass Bischmisheim jetzt am Zug ist. In der 65. Minute ist es dann so weit: Christoph Fuhr zirkelt einen Freistoß aus 20 Metern ins Dreieck, und es steht 1:1. Bischmisheim bleibt dran und 4 Minuten später setzt sich Nico Veeck auf rechts durch, passt scharf nach Innen und Eric Fuhr steht goldrichtig, um die Führung zu erzielen. Das Spiel ist gedreht und wird in den letzten 20 Minuten zu einer nervenaufreibend spannenden Partie.
Unsere Führung muss Schwalbach erst mal verdauen, doch dann kommen die zu erwartenden Versuche den Ausgleich zu erzielen. Als Tabellendritter will man sich von uns nicht wieder die Butter vom Brot holen lassen. Die meisten Angriffe laufen über die rechte Schwalbacher Seite, der schnelle Außen wird steil geschickt und passt scharf nach Innen. Einen dieser Pässe versucht Nico Steimer mit dem langen Bein ins Toraus abzulenken, der Ball geht jedoch, unhaltbar für Lennart Röder, ins eigene Tor. Ausgleich in der 77. Minute zum 2:2.
Noch eine Viertelstunde ist zu spielen, in der wir uns sehr gut wehren. Bis zur 88. Minute. Gleiche Szene wie beim Ausgleich. Diesmal wird der Ball von Sebastian Lück beim Abwehrversuch ins eigene Tor abgelenkt, und es steht 3:2.
Resignieren gilt heute Abend nicht. Bischmisheim spielt weiter nach vorn und, nach einer Flanke steht Freddi Finkler goldrichtig und erzielt in der 89. Minute den Endstand. Das wars:  Beinahe. In der letzten Minute der Nachspielzeit fischt Lennart Röder einen scharfen Schuss aus dem Dreieck, rettet damit das Unentschieden und bestätigt damit seine völlig fehlerfreie Leistung.
Tolles Spiel, phantastische kämpferische Leistung und ein sehr zufrieden stellendes Ergebnis.
Einen Wermutstropfen stellt die Verletzung von Lennart Bohl dar, der wohl zwei Wochen ausfallen wird. Hoffentlich kann Yannick Atzhorn am Freitag gegen Homburg wieder auflaufen.
G.Bohl

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