Knappe Niederlage im Ellenfeld

Borussia Neunkirchen gewinnt 3 : 1

Den Spielen dieser Woche haben wir mit einem gewissen Pessimismus entgegengesehen, mussten wir doch im Nachholspiel in Neunkirchen gegen den Tabellendritten, die seit fünf Spielen ungeschlagene Borussia Neunkirchen, antreten. Zum Pessimismus trug bei, dass Stephan Otte auf vier Spieler der Mannschaft verzichten musste, die drei Tage vorher gegen Bliesmengen gespielt hatte.

Lars Breyer ( Tor), Philipp Regitz, Nico Veek und Eric Fuhr fehlten verletzungs- und berufsbedingt. Alle vier wichtige Stützen der Mannschaft. Sie wurden durch Lennart Röder (Tor), Nils Warken, Nico Steimer und Hussein Esfan Yari ersetzt. Auf der Bank hatten darüber hinaus Noah Tiefensee und drei Spieler unserer zweiten Mannschaft Platz genommen. Ihnen eine besondere Anerkennung dafür, dass sie sich zur Verfügung gestellt haben in dieser Situation, in der es scheinbar keinen Blumentopf zu gewinnen geben würde.

Das Spiel fand auf dem Nebenplatz des Ellenfeldstadions vor ca. 600 Anhängern der Borussia statt, die eine beeindruckende Kulisse darstellten. Wir wenigen Bischmisheimer, fast nur Offizielle, kamen uns darunter recht verloren vor und mussten uns schon vor Spielbeginn aus dem Block der Hooligans anhören, dass man mit einem zweistelligen Ergebnis rechnete.

Doch Stephan Otte hatte sich eine Taktik einfallen lassen, an der sich Neunkirchen über 83 Minuten die Zähne ausgebissen hat. Er baute Lennart Bohl in die Viererkette ein und formierte so eine vielbeinige Abwehr, die sich zunächst allen Versuchen, sie spielerisch zu knacken, erfolgreich entgegenstellte. Es braucht kaum erwähnt zu werden, dass Neunkirchen das Zepter von Anfang an spielerisch fest in der Hand hielt und es auch bis zum Ende nicht abgab.

Bischmisheim spielte aber äußerst diszipliniert und war sehr konsequent in den Zweikämpfen. Diese Disziplin in der Abwehr hatte natürlich den Preis, dass die beiden schnellen Bischmisheimer Stürmer sich nur gelegentlich in Szene setzen konnten. So dauerte es bis zur 15. Minute, bis Bischmisheim seinen ersten Eckball erzielte, der dann etwas Entlastung für die Abwehr brachte. Dreißig Minuten dauerte es, bis wir zu einer ersten Torchance kamen, als Nils Warken aus großer Entfernung einen Ball Richtung gegnerisches Tor schlug, und so den Neunkircher Torwart zu einer ernsthaften Rettungstat zwang.

Bei Borussia war der Schwung der Anfangsphase inzwischen verloren gegangen, es stellten sich eine Reihe von Fehlpässen ein. Das spielte unserer Mannschaft in die Karten und sie agierte zunehmend souveräner, trotz vieler Chancen, die sich Borussia erspielte. Das 0 : 0 zur Halbzeit konnten wir als unerwarteten Erfolg verbuchen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde unser Team noch mutiger, Zinedine zog aus 25 Metern ab, und Jan Dick konnte in der 52. Minute nur im letzten Augenblick vom Ball getrennt werden. Noch in der gleichen Minute verwandelte Daniel Diener einen Freistoß an Freund und Feind vorbei zum völlig überraschenden 0 :1 für Bischmisheim. Den nächsten Freistoß, ebenfalls von Daniel Diener getreten, kann dann der Neunkircher Tormann gerade noch aus der Ecke fischen. Aber das war es noch nicht. In der 68. Minute wird Zinedine von Jan Dick vor dem Tor wunderbar in Szene gesetzt, steht allein vor dem Torwart, setzt aber den Ball über das Tor.

 

Zwischenzeitlich hatte der Neunkircher Trainer in sein Schatzkästlein gegriffen und vier frische Spieler gleichzeitig aufs Feld geschickt, um den Druck auf unser Team zu erhöhen. Wohl dem, dem solche Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Das macht dann auch den Unterschied  aus zwischen dem Verein aus der Stadt mit einem traditionsreichen Namen, und der Mannschaft vom Rand der Großstadt, die mit einigen Mannschaften aus der unmittelbaren Nachbarschaft um Spieler konkurrieren muss.

Bis zur 83. Minute hielt unser Block dem immer größer werdenden Druck stand, ehe dann Neunkirchen zum Ausgleich kam. Kurz vorher mussten Hussein Esfan Yari verletzt und Fabio Di Dio Parlapoco mit Krämpfen vom Platz.

Damit war sozusagen der Deich  gebrochen und Neunkirchen konnte in letzter Minute das Spiel drehen. Es benötigte dazu allerdings einen Elfmeter. Der Neunkircher Spieler hatte sich geschickt eingefädelt und Schiri Wolfers hatte vielleicht, eventuell, möglicherweise keine andere Möglichkeit, als auf Elfmeter zu entscheiden. Leider drei Minuten vor Schluss.

Unsere Mannschaft hat alles gegeben, kann erhobenen Hauptes aus Neunkirchen nach Hause fahren und sehr stolz auf die gezeigte Leistung sein.

G.Bohl

Leave a Reply

Cookie Consent mit Real Cookie Banner